Bei den Casino-Romanen sind wir sofort bei Dostojewski. Großartig, wie er seine Spielleidenschaft in „Der Spieler“ in Weltliteratur verwandelt hat. Das im Jahr 1866 erschienene Meisterwerk führt uns in eine „öde deutsche Kleinstadt“ namens Roulettenburg. Gemeint sein könnte Wiesbaden, Bad Homburg oder Baden-Baden, in diesen Casino-Städten kannte der russische Schriftsteller jedenfalls fast jeden Spieltisch.

Groß ist auch die Spielleidenschaft in der Welt des Films. Kein Western ohne Karten dreschende oder würfelnde Cowboys. Der unvergessene Steve McQueen will 1936 der beste Pokerspieler von New Orleans werden. In „Cincinnati Kid“ begleitet der Zuschauer ihn bei seiner Berg- und Talfahrt.

In „Casino“ von Meisterregisseur Martin Scorsese geht es um den Wettbewerb um Macht und Geld in Las Vegas. Stars wie Robert de Niro, Sharon Stone und Joe Pesci entführen den Zuschauer in ein mitreißendes episches Drama.

Freunde des gepflegten Poker-Bluffs kommen mit „Rounders“ voll auf ihre Kosten. 1998 entführen Matt Damon und Edward Norton den Zuschauer in die Welt der Hinterzimmer.

Neueren Datums ist die Ocean’s-Trilogie mit Stars wie George Clooney, Brad Pitt, Matt Damon und Al Pacino. Die raffiniert konstruierten Geschichten in der glamourösen, schillernden Welt der Casinos von Las Vegas sorgten für großen Erfolg an den Kinokassen. Nicht weniger erfolgreich: Daniel Craig alias James Bond in „Casino Royale“ (2006) nach dem Roman von Ian Fleming.

Ein Quotenhit war auch die Serie „Las Vegas“ mit ihren insgesamt fünf Staffeln. Diese Ode an die Welt des Glücksspiels spielt in dem fiktiven Casino-Hotel Montecito und wurde erstmals von September 2003 bis Februar 2008 auf NBC ausgestrahlt. Erstklassige Darsteller wie Josh Duhamel James Caan, Vanessa Marcil und Tom Selleck hauchen den Figuren Leben ein.

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