In Deutschland ist das Glücksspiel seit dem 1. Januar 2008 durch den sogenannten Glücksspielstaatsvertrag reguliert. Ein komplexes Gesetzeswerk für alle 16 deutschen Bundesländer, durch das bundeseinheitliche Regelungen geschaffen werden.

2012 trat der Erste Glücksspieländerungsstaatsvertrag in Kraft, für 2018 wird der Beschluss des Zweiten Glücksspieländerungsstaatsvertrages erwartet. Erklärtes Ziel ist es, „das Entstehen von Glücksspielsucht und Wettsucht zu verhindern und die Voraussetzungen für eine wirksame Suchtbekämpfung zu schaffen“ sowie „sicherzustellen, dass Glücksspiele „ordnungsgemäß“ durchgeführt werden.

Der Jugend- und Spielerschutz und das Lenken des „natürlichen Spieltriebs der Bevölkerung in geordnete und überwachte Bahnen“ gehören zu den weiteren vorrangigen Zielen.

Geplant war, dass der zweite Glücksspielstaatsvertrag am 1. Januar 2018 in Kraft tritt. Doch dafür müsssten die Bundesländer in des Landesparlamenten noch zustimmen. Nach dem Regierungswechsel im Bundesland Schleswig-Holstein kündigt die dortige Regierung an, die Ratifizierung des Staatsvertrages auszusetzen. Die politische Entwicklung vor und nach der Bundestagswahl bleibt also abzuwarten.

Bereits 2012 hatte das nördlichste Bundesland ein eigenes europarechtskonformes Glücksspielgesetz auf den Weg gebracht und privaten Unternehmen, die Sportwetten und Online-Casinospiele anboten, Lizenzen erteilt. Auf der Basis dieses Gesetzes soll auch das neue Glücksspielgesetz gestaltet werden. Das bedeutet, dass auch künftig Anbieter von Sportwetten, Online-Casinospielen und Pokerspielen Lizenzen in Schleswig-Holstein erteilt werden können.

Gemeinsam mit anderen Ländern wie Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen suchen die Politiker „nach einer tragfähigen, europarechts-konformen Lösung für den gesamten Bereich der Sportwetten, einschließlich des Online-Casinospiels sowie des Pokerspiels“.

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