Es gibt etwa 80 staatlich konzessionierte Spielbanken in Deutschland, von der Spielbank Flensburg im hohen Norden bis hin zur Spielbank Garmisch-Partenkirchen im äußersten Süden. Angeboten werden zumeist Roulette und Black Jack sowie verschiedene Arten von Poker und klassische Kartenspiele wie Baccarat. Zumeist gibt es auch einen eigenen Spielbereich mit Automaten. Hinzu kommen Spielbankenstandorte, die nur noch das Automatenspiel anbieten. Die Kleiderordnung ist in den vergangenen Jahren zunehmend gelockert worden.

Die Kontrolle in den staatlichen Spielbanken erfolgt in der Praxis durch Mitarbeiter von Finanzbehörden. Mit Zutrittskontrollen und einem bundesweiten Sperrsystem sollen suchtgefährdete Spieler vor übermäßigem Spielen geschützt werden. Ein Teil der Spielbanken ist in den vergangenen Jahren in die roten Zahlen gerutscht, das eine oder andere staatliche Casino musste schließen.

Neben diesen staatlichen Anbietern gibt es etwa 9.000 gewerbliche Spielhallen in Deutschland mit rund 15.000 Konzessionen. Ein Teil von ihnen gehört großen Filialisten, beispielsweise die Casino Merkur-Spielotheken (Gauselmann Gruppe), Admiral Play und Extra Games (beide Löwen Entertainment/Novomatic), Löwen Play (Ardian Investment) und Spielstationen/Spielstuben (Schmidt Gruppe).

Die Aufstellung der Geldspielgeräte ist nach der sogenannten Spielverordnung geregelt und wird von der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt (PTB) überwacht. Durch eine zunehmend restriktive Gesetzgebung im Glücksspiel-Staatsvertrag und in diversen Landes-Spielhallengesetzen geraten viele dieser gewerblichen Anbieter in Existenznot. Auch hier gibt es Bestrebungen für mehr Spielerschutz, beispielsweise gesetzlich vorgeschriebene Spielerschutz-Schulungen für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

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